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27 September 2013

Ein weiterer Schritt in die Zukunft

Heute früh war ich bei der Arbeitsargentur zur Beratung. Ein neuer Beruf wofür ich mich bewerben kann, hat sich zwar nicht ergeben, dafür habe ich aber ganz viele Informationen, wo ich mich noch bewerben kann, für die Berufe wofür ich mich bereits beworben habe. Heißt also demnächst wieder Bewerbungen schreiben, yeah. Mal sehen wie viele Zusagen ich am Ende haben werde, wobei im Moment das Zollamt mein Favorit ist, aber ob das funktioniert ... hoffentlich! Drückt mir die Daumen!

26 September 2013

Es geht ihr gut. Gott sei Dank.
"Es wird alles gut. Ich bin bei dir. Keine Sorge." Sachte strich ihr immer wieder über das Fell, schon beinahe automatisch.. Immer wieder flüsterte ich ihr aufmunternde Worte zu, damit sie wusste, dass ich bei ihr war.

Unsere Hundin ging es heute nicht so gut. Sie saß einfach nur da und sah zu Boden. Rührte sich keinen Militmeter, als meine Mutter sie aufforderte mit ihr ins Zimmer zu kommen. Nach dem 10ten Versuch meinte ich nur zu meiner Mutter: "Lass' sie, bestimmt hat sie ihre Gründe, dass sie nicht mit kommen will. Ihr geht es nicht gut." Und wie ihr es nicht gut ging.

Nach den vielen Streicheleinheiten und liebgemeinten Worten legte sie sich auf die Seite. Schweres Atmen konnte man hören, irgendetwas stimmte da nicht. Schon dumm, dass wir nicht ihre Sprache sprechen, nicht einfach abklären können, was los ist. Nein, man sitzt nur hilflos da und streichelt mit beruhigende Worte den Hund.

Doch irgendwann beschleicht einem eine böse Vorahnung. Was ist, wenn es jetzt so weit ist? Sie ist nicht mehr die Jüngste, 12 oder 13. Irgendwann wird gewiss der Tag kommen, doch sollte er nicht heute kommen. Neben den Worten, dass alles wieder gut werden würde und ich bei ihr war, flossen Tränen. Ich konnte nicht mehr anders. Ich hatte das Schlimmste im Kopf und ich wusste was folgen würde. Ich musste sie verlassen, zur Arbeit aufbrechen und ich hatte keine Ahnung wann meine Geschwister aufstehen würden.

Ihr Blick verursachte einen Stich in meinen Herzen, als ich die Treppen runter ging. Es tat mir so Leid, ich wollte sie nicht alleine lassen. Was sie wohl von mir dachte in diesem Moment? Wahrscheinlich das selbe wie ich - ich lasse sie im Stich, obwohl es ihr nicht gut geht und man besonders in solchen Momenten bei einem sein sollte.

Ich hoffe nur, dass nicht das Schlimmste eingetroffen ist. Bei dem Gedanken nach Hause zu fahren wird mir komisch. Ich habe Angst davor, wenn das passiert ist. Denn dann habe ich sie in ihren letzten Minuten, Stunden allein gelassen.

25 September 2013

Erste Einladung

O.h  m.e.i.n  G.o.t.t!
Ich wurde zu einem Einstellungstest eingeladen! Zwar nicht vom Zollamt, aber von einem Chemiewerk in Oberhausen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich mich diese Nachricht gemacht hatte. Besonders hatte ich erst schiss den Brief aufzumachen, weil mein Vater meinte: "Ist bestimmt eine Absage." - Wie aufmunternd. Jedenfalls bin ich seit dem voll hibbelig und richtig gut gelaunt. Endlich habe ich mal eine positive Rückmeldung bekommen. Okay, zwar ist es ein Einstellungstest, aber besser als hätten sie mich nicht dazu eingeladen. Mal sehen wie ich mich da so mache, vielleicht werde ich diese Hürde meistern und sogar zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Das wäre der Hammer. Klar ist das Zollamt im Moment mein Favourit, aber solange da nichts fest steht, muss ich alles annehmen was ich kriegen kann. Wenn ich dann nachher noch die Auswahl hätte, wäre es natürlich prima.

23 September 2013

Duales Studium?

"Ich werde nie studieren gehen!"

Denn das würde ich einfach nicht schaffen. Ich habe ein mangelndes Selbstbewusstsein, aber ich kenne mich. Damals in der Schule lief es auch nie so wie ich wollte. Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet ich mich nun für den gehobenen Dienst beim Zollamt beworben habe - es ist ein Duales Studium. Na jah .. mit der Bewerbung ist es nicht getan, wenn ich noch nicht mal zum Einstellungstest eingeladen werde. Aber auch wenn mich 3 Jahre Ausbildung erwarten mit 18 Monaten Studium, fänd ich es i.wie cool, wenn es ich schaffen würde.

13 September 2013

Okay .. mir fällt es verdammt schwer, nett zu meiner Familie zu sein. Irgendwie bekomme ich es nicht hin. Immer wieder fühle ich mich angegriffen oder bin gereizt. Aber hey, ich habe es geschafft, den brodelnden Vulkan nicht zur Explosion zu bringen. Da hängen mir gestern und heute morgen meine beide Eltern in den Ohren, dass ich doch endlich meine Bewerbungen abschicken soll. Dann will ich das heute machen & was ist? Der Drucker geht schon seit Tagen nicht & was sagen meine Eltern? - "Ob du es jetzt oder Sonntag macht, spielt so oder so keine Rolle mehr." & gestern die Augen verdrehen, als ich meinte, ich würde morgen alles machen. Verarschen kann ich mich selbst.
"Schatz, wie kannst du jemanden lieben, der so grausam ist?"


Bei dieser Frage hatte ich mich selbst gemeint. Ich bin grausam. Das Letzte was es auf dieser Welt gibt. Ich kann einfach nichts richtig machen. Immer suche ich die Fehler bei anderen, nicht bei mir. Denke immer, alle wollen mir etwas böses. Kann ich denn gar nichts richtig machen? - Scheinbar. Und das mit 19 Jahren. Traurig, traurig, da wird wohl nie jemand erwachsen.

Selbst bei meinen Vorsetzten nun Kleinigkeiten wieder zu ändern, um wieder bessere Beziehungen zu meinen Mitmenschen aufzubauen, scheitere ich. Schon heute morgen fing' es an, als ich meine Schwester ankeifte, weil sie mich etwas gefragt hatte. Vorsetzte sind gut, wenn man sie auch durchführen kann. Bei dem praktischen Teil falle ich diesbezüglich immer durch. Juhu!

Ein grausamer Selbsthass hat sich in mir aufgebäumt. Es lässt mich kalt werden, nur ab und zu sieht man ein Lächeln. Aber ist es aufrichtig? Sieht man, dass ich mich selbst hasse? Sieht man, dass ich unzufrieden mit meinem Leben bin, weil ich es einfach nicht geschissen bekomme? Sieht man diese Leere?
Ich verletzte Leute in meinem Umfeld und schlussendlich wenden sie sich alle von mir ab - nein, am liebsten würde ich mich von der ganzen Welt abschotten. Ich brauche niemanden - eine Lüge! Beschwere mich, dass sich meine "Freunde" nicht für diese Freundschaft einsetzten und sich nicht für mich interessieren, selbst warte ich aber ab und tue nichts.

Nein, nein, nein! Es muss alles geändert werden. Es soll aufhören. Ich will nicht mehr mein Leben hassen. Doch dafür muss ich etwas tun, endlich anfangen selbst aufgestelle Regeln wieder zu befolgen, dann klappt das schon .. es muss klappen, sonst verbaue ich noch alles und stehe alleine da. Ich will nicht alleine sein .. ich habe Angst davor!